Tipps zur Einschulung





Schulpflicht und Stichtagregelung
Kind bei der EinschulungIn Deutschland besteht eine Schulpflicht für Kinder. Sprich das Kind muss ab einem bestimmten Alter die Schule besuchen. Auch die Jahre, die das Kind in der Schule zu lernen hat, sind klar geregelt. Die Schulpflicht muss durch die Eltern des minderjährigen Kindes umgesetzt werden. Als Elternteil hat man also die Verantwortung das Kind rechtzeitig an der Schule anzumelden.
Die Schulpflicht findet man nicht im Grundgesetz, doch sie ist in den einzelnen Landesverfassungen verankert. Die Schulpflicht wird also durch die Landesgesetze bestimmt. Die Vollzeitschulpflicht ist in den jeweiligen Ländern unterschiedlich geregelt. In manchen Ländern besteht eine Schulpflicht von nur neun Jahren, in anderen wiederum beträgt die Schulpflicht zehn Jahre. Die Jahresangabe bezieht sich nicht auf die jeweilige Klassenstufe. In der Regel hat man nach zehn Jahren Schule die zehnte Klasse abgeschlossen. Doch wer zum Beispiel zwei Mal sitzen bleibt, der hat bereits in der achten Klasse seine Schulpflicht hinter sich gebracht.
Um die Schulpflicht anzutreten, gibt es jährlich einen bestimmten Stichtag. Für Kinder die bis ende Juni das sechste Lebensjahr erreicht haben, ist der Stichtag der 1. August. Dies ist zumindest die Regelung für Berlin. In Bayern, oder auch in Baden Württemberg zum Beispiel, sind die Stichtage anders gehalten. In Baden Württemberg beginnt der Schulantritt erst am 30. September. In Ausnahmefällen können aber auch Kinder, welche erst nach dem 30. Juni das sechste Lebensjahr erreicht haben, die Schulpflicht antreten. Jedoch bedarf es in so einem Fall ein Schulärztliches Gutachten. Bei dem Gutachten werden die Verhaltensweisen und das Wissen des Kindes getestet. Dadurch kann bestimmt werden, ob das Kind schon bereit ist eine Schule zu besuchen.




Schulreife
Entscheidung zu frühzeitiger EinschulungUnter Schulreife versteht man, dass das Kind bereit ist für die Schule. Man sagt auch Schulfähigkeit dazu. In damaliger Zeit vermutete man, das die Schulreife von alleine eintritt. Man dachte dass ein Kind ab einem bestimmten Alter einfach rein biologisch bereit ist zur Schule zu gehen. Im Laufe der Zeit wurde jedoch festgestellt, dass dies nicht immer der Fall ist. Die Umgebung und die Mitmenschen des Kindes spielen eine sehr große Rolle, wenn es um die Schulreife geht. Nur weil ein Kind das benötigte Alter erreicht hat, ist es noch lange nicht Schulreif. Manche Kinder entwickeln sich einfach schon früher, und manche vielleicht sogar noch viel später als andere.
Um die Schulreife zum passenden Alter zu erreichen, ist es hilfreich wenn das Kind einen Kindergarten und vielleicht sogar eine Vorschule besucht. Der Kindergarten kann im Umgang mit anderen Kindern hilfreich sein. Das Kind sammelt schon im frühen Alter wertvolle Erfahrungen, was Teamarbeit, Freundschaft und die Akzeptanz anderer Menschen angeht.
Die Vorschule ist eine gute Vorbereitung auf die richtige Schule. Hier werden schon richtige Schulaufgaben gemacht, jedoch leicht vereinfacht. So bekommt das Kind mit wie es in der zukünftigen Schule sein wird, und hat bereits den Lernprozess begonnen. Besonders geeignet ist die Vorschule für Kinder die nur langsam lernen.
Ein Kind sollte nur dann eingeschult werden, wenn der beste Schulerfolg gesichert ist. Es bringt nichts das Kind verfrüht in eine Schule zu schicken, wenn es mit dem Lernstoff nicht zurechtkommt und schlechter als die anderen Schüler ist. Schließlich möchte man doch dass das Kind später einen guten Schulabschluss erreicht.

Bräuche zur Einschulung





Leere SchulklasseZur Einschulung gibt es verschiedene Bräuche. Es gibt Familien, in denen die Einschulung gar nicht gefeiert wird. Andere Familien wiederum machen ein großes Fest aus diesem Tag.
Die eigentliche Einschulung findet immer vormittags statt. So hat man dann den Mittag und den Nachmittag, um etwas ganz Besonderes zu machen. Bei den meisten Familien ist es üblich, dass die Familie zusammenkommt. Eltern, Großeltern und Tanten finden zusammen und verbringen den Tag miteinander. Entweder geht man gemeinsam Essen und feiert die Einschulung in einem Restaurant oder man macht es sich Zuhause gemütlich. Werden Kinder aus dem Bekanntenkreis ebenfalls eingeschult, bietet es sich an eine Räumlichkeit anzumieten und zusammen zu feiern. Aber auch dass das Kind entscheiden darf, was an dem Tag gemacht wird, ist inzwischen kein seltener Brauch mehr.
In der Schule findet meist eine Veranstaltung, entweder in der Sporthalle oder in der Mensa statt. Die bereits eingeschulten Schulkinder führen eine kleine Vorführung auf, Lehrer und Schuldirektoren stellen sich den Eltern und den Kindern vor. Die Schulanfänger werden dann in ihre zukünftigen Klassenräume gebracht, wo sie alles ein wenig kennen lernen dürfen.

Ein ganz typischer Brauch zur Einschulung ist jedoch die Schultüte. Diese ist bei jeder Einschulung dabei. Die Kinder bekommen ihre Schultüten von den Eltern und anderen Verwandten. Ein weiterer Brauch ist es, das man am tag der Einschulung seinen ersten Schulranzen erhält. Um Erinnerungen an den besonderen Tag zu behalten, werden auch häufig Fotoalben oder so genannte Erinnerungsbücher angelegt. Ein weiterer Brauch ist, dass das erste Klassenfoto am Tag der Einschulung gemacht.

Der Schulranzen

Schulkind mit SchulranzenDer Schulranzen ist das wohl wichtigste Utensil in der ganzen Schulzeit des Kindes. In dem Schulranzen trägt das Kind sämtliche Schulsachen mit sich rum. Aus diesem Grunde sollte man unbedingt auf die Qualität des Ranzens achten.
Nur hochwertige Ranzen sollte das Kind bekommen. Er muss robust sein, und dem Körper des Kindes nicht schaden. Es ist darauf zu achten das alle Nähte sauber verarbeitet sind, damit diese nicht aufplatzen. Die Schultergurte dürfen nicht zu schmal sein, da sie sonst zu sehr auf einem Punkt der Schultern drücken. Je breiter die Riemen sind, umso angenehmer lässt sich der Schulranzen tragen.
Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn der Schulranzen mehrere Fächer hat. Der große Raum in dem Ranzen sollte wenigstens über zwei große Fächer verfügen. Eines für die Hefter, und eines für die Schulbücher. Hinzu kommen noch kleinere Taschen, in denen das Kind die Federmappe, das Schulbrot und andere Kleinigkeiten verstauen kann.
Sehr wichtig ist, dass das Schulbrot auf jedenfall ein Extrafach im Ranzen hat. Denn die Brotbüchse oder das Wickelpapier könnten sich lösen und die Schulsachen beschädigen.
Heutzutage sind nicht nur die Qualität und das Praktische bei einem Schulranzen wichtig. Auch die Optik spielt inzwischen eine große Rolle. Man sollte mit dem Kind absprechen, ob es lieber einen richtigen Schulranzen oder doch lieber einen Schulrucksack haben möchte. Zudem kann man dem Kind auch einen großen Gefallen tun, wenn man einen Schulranzen kauft, auf dem ein beliebtes Motiv drauf ist. Irgendetwas was dem Kind gefällt. Zum Beispiel eine Zeichentrickfigur oder ein beliebter Kinderstar.

Die Schultüte

Junge mit Schultüte am ersten SchultagSchultüten sind der beliebteste Brauch bei der Einschulung. Jedes Kind das eingeschult wird, erhält von den Eltern und anderen Familienmitgliedern eine Schultüte. Gefüllt ist diese mit brauchbaren Dingen, die das Kind für die Schule benötigt. Sehr oft findet man kleine Hefte, Stifte und Federmäppchen in der Schultüte. Aber auch die Süßigkeiten sollten nicht vergessen werden, denn nur weil das Kind nun ein Schüler ist, mag es trotzdem noch Süßes.
Schultüten kann man fertig kaufen. Zum Teil gibt es sie sogar schon gefüllt zu kaufen. Diese muss man dann nur noch verschenken. Wer selber befüllen möchte, kann zu einer vorgefertigten, aber leeren Schultüte greifen. Wer ein bisschen kreativ und geschickt ist, kann die Schultüte komplett selber basteln.

Man benötigt nur ein paar Utensilien dafür:

Benötigt werden Kartonpapier, Krepppapier, Geschenkband, Kleber, eine Schere und Heftzwecken.

Für die Genauigkeit braucht man noch ein Lineal und einen Bleistift. Das Kartonpapier dreht man zu einem Kegel, beziehungsweise zu einem Hütchen. Die Kanten heftet man mit ein paar Heftzwecken zusammen. Man muss jedoch darauf achten, dass die Spitze unten auch geschlossen ist. Am besten den Kegel mit Bleistift und Lineal vorzeichnen. Dann klebt man etwas Krepppapier an die obere Öffnung, damit man die Schultüte verschließen kann. Die geformte und zusammengeheftete Schultüte kann nun befüllt werden.
Das Krepppapier wird mit etwas Geschenkband zusammengebunden. Man sollte auf jeden Fall farbiges Kartonpapier verwenden. Um die Schultüte noch ein wenig schöner zu machen, kann man sie mit Aufklebern verzieren. Wer gut zeichnen kann, kann die Schultüte selbstverständlich auch selber bemalen. Aber auch Fotos des Kindes oder Ähnliches können an die Schultüte geklebt werden